Steven Spielberg ist sicher der größte Freund außerirdischer Intelligenzen, abgesehen von War of the Worlds kommen diese bei ihm stets gut weg, allen voran bei Close Encounters of the Third Kind (1977) und E.T. (1982). Wohltuend, dass er sich dabei fern von den Mythen um Roswell und Area 51 hielt. Das blieb Independence Day oder Akte X vorbehalten. Doch nun hat Spielberg seinen „I want to believe“-Moment und den klassischen UFO-Mythos verfilmend aufgelöst. Statt zu wälzender Akten spielen dabei USB-Memory-Sticks eine entscheidende Rolle in einem Film, der im Grunde eine lange Verfolgungsjagd ist, samt privatwirtschaftlicher Geheimagentur, Alien-Hightech und Elternhausnachbau à la Contact.
Kompetent gefilmt und vor allem von Emily Blunt überzeugend gespielt zündet das Enthüllungsfeuerwerk nicht so recht und überzeugt auch nicht mit seinem bedeutungsschwanger abgehackten Ende, das eben kein kosmisches Staunen wie bei Kubricks 2001 erzeugt. Vielleicht lässt sich Spielbergs Botschaft immrhin als ein löblicher Appell an die Empathie herauslesen, aber warum diese nach 79 Jahren aus Roswell herangekarrt werden muss, erschließt sich ebensowenig wie die extraterrestrische Universalwerkzeuge mit Migränegarantie.