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Mittwoch, Oktober 15, 2025

Persistence is futile!

In Tron:Ares, die zweite Fortsetzung von Tron (1982) nach Tron Legacy (2010), saust das kernige, wenn auch haarmäßig etwas ungebändigte Master-Control-Programm (Jared Leto) auf einem Motorrad durch die Schnittstellen in virtuellen wie realen Welten. Möglich macht es ein Partikellaser, der in unserer realen Realität ein Messgerät ist, das Laserlicht nutzt, um die Größe und Anzahl von Partikeln in der Luft zu bestimmen. Um die Abgasproblematik dreht es sich im dritten Tron-Film jedoch nicht, sondern um den Persistenz-Code, der die digitalen Kreationen und Kreaturen bleibend real macht ... die Replikanten mit Verfallsdatum aus Blade Runner lassen grüßen.

Rasanz und Plausibilität leisten sich ein Wettrennen, das schon beim ersten Tron-Film zugunsten der Rasanz entschieden wurde, aber das irgendwie überzeugender, trotz Mischung digitaler und analoger Tricktechnik, aber vielleicht wegen der größeren Übersichtlichkeit damaliger Schaltkreise und Programmiertechniken. Jetzt überwiegt ein computeranimiertes Hü und Hott zwischen realer Künstlichkeit und künstlicher Realität, das in letzter Konsequenz an Barbie erinnert.

Mein Wunsch-Titel für den vierten Tron-Film: The LEGO Tron Movie...

Sonntag, November 13, 2022

Auf der anderen Seite der Leinwand


Disneys ambitionierten Film Tron vierzig Jahre nach seiner Veröffentlichung auf der Leinwand sehen zu können, macht ihn nicht plausibler, aber die innovativen Bildwelten, eine clevere Mischung aus klassischer Tricktechnik und Computernaimationen, entfalten erst dort ihre Wirkung. Möglich machte dieses Erlebnis das Filmfestival Mathematik–Informatik.

Mittwoch, Februar 23, 2011

Blue Grid oder Sam im Gitterland

Tron Legacy ist der Update des kommerziell nur mäßig erfolgreichen Kultfilms für Nerds: Tron. Die Fortsetzung beerbt das Original auf angemessene Weise: Die Schauwerte sind beeindruckend und Handlung wie Plausibilität sind ein Gebilde, dass es an Glaubwürdigkeit und Kohärenz mit den Statements von Karl Theodor zu Guttenberg aufnehmen kann. Allerdings ist Tron Legacy viel unterhaltsamer und kurzweiliger. Die Erlebnisse von Kevin und Sam Flynn im ominösen Cyperspace The Grid (‚Kevin: „The Grid. A digital frontier. I tried to picture clusters of information as they moved through the computer.”) haben kaum genug wissenschaftlichen Gehalt, um als Science Fiction durchzugehen. Vielmehr ähnelt der Plot Werken wie den Alice-Geschichten von Lewis Caroll oder Der Zauberer von Oz von Frank L. Baum. Wir wissen nicht, wo sich Kevin und Sam Flynn befinden, wir wissen nur: Es ist nicht Kansas und jede Logik ist ausgehebelt. Und man lernt noch mehr: Für das Grid muss man sich umziehen (lassen), und Isomorphe Algorithmen sind viel attraktiver als es der Name erwarten lässt. Also Augen auf, Großhirn runterfahren und rauf aufs Lichtrad!