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Donnerstag, Dezember 03, 2020

Möge die Macht mit ihm sein

 Der Darth-Vader-Darsteller David Prowse ist im Alter von 85 Jahren verstorben.

Es war vor allem seine mächtige Statur, die Prowse die Rolle des Darth Vader in der originalen „Star Wars“-Reihe verschaffte, deren erster Film „Krieg der Sterne“ 1977 erschien. Als rund zwei Meter großer Bodybilder war er damals Regisseur George Lucas aufgefallen, weshalb er ihn persönlich zu einem Casting einlud. Schon zuvor war es seine Erscheinung, die ihn für die Darstellung außergewöhnlicher Wesen prädestinierte. In „A ClockworkOrange“ von Stanley Kubrick spielte er einen breitschultrigen Bodyguard und später erschien er als Frankensteins Monster auf der Leinwand. Die Figur des Darth Vader war aber sicherlich seine berühmteste Rolle.

Samstag, Februar 01, 2020

The Race of Skywalker

Star Wars IX - The Rise of Skywalker ist ganz im Geist unserer heutigen Zeit: Man hat einfach keine Zeit mehr. Es gilt sich zu beeilen, um das behäbig agierende Böse zu überholen und währenddessen lose Plot-Fäden zu verknüpfen. Ein befriedigendes Ende muss her, koste es, was es wolle. Das Hyperraum-Stottern, mit dem Poe Dameron seinen Häschern entkommt ist ein vortreffliches Bild für die dargebotene erzähltechnische Hetzerei. Keinem der Charaktere wird die Muße gegönnt, um sich in den wie immer grandiosen Szenarien zu entfalten. Dejà vus und Cameos sorgen für Wohlfühlmomente für die Fanbasis.

Auch wenn ich sonst kein Freund von vierteiligen Trilogien bin, hätte ich mich über einen zweiteiligen Abschlussfilm gefreut, der aus den vielen Plot-Tupfern überzeugende Erzählstränge macht und den Protagonisten erlaubt, ihre Geschichte zu erzählen. Dann hätte aus Poe und Zori auch was werden können. Rey und Konsorten kann man jedenfalls durchaus mögen, aber das Böse ist wieder sowas von umständlich böse, dass aus der "dunklen Seite der Macht" doch wieder nur ein "Macht nix" wird. Und über den Inneneinrichtungsgeschmack von Herrn Palpatine lässt sich nur eins sagen: Mich hätte es nicht verwundert, wenn Frodo um die Ecke gebogen wäre.

Donnerstag, Mai 31, 2018

Solo von Solo? Schon voll ok!

Hat jemand nach einem Star-Wars-Film verlangt, der erzählt, wie aus dem Einzelgäner Han Solo das unschlagbare Duo Solo / Chewbacca dicke Freunde wurden? Nein? Funktioniert Solo: A Star Wars Story von Regie-Altmeister Ron Howard trotzdem? Ja, denn genau wie bei Rogue One macht es mittlerweile mehr Spaß ins Star-Wars-Weltraummärchen einzutauchen, wenn der "Macht-Ballast" nicht mit an Bord ist. Solo fehlt die angenehm unerbittliche Konsequenz von Rogue One, aber besitzt trotzdem dir richtige Mischung aus sprücheklopfendem Buddy-Movie und überdrehter Action. Nur finanziell war der Film wohl ein Desaster, aber weltanschaulich ist Solo definitiv ein Film zur rechten Zeit, denn mit L3-37 führt er eine starke weibliche Figur ein, die sich endlich mal für gleiche Rechte für Droiden stark macht.

Samstag, Januar 20, 2018

Tja, das war dann Star Wars Acht


Tja, da war'ns dann acht. Manchmal kracht's, mal gab's Kampf, mal Krampf, mal war's rasant, mal lacht man, dann schafft Macht Drang nach Allmacht, was Schlacht gab. Dacht man nach, war's mnachmal banal, dann fast halbgar. Manch Star ward alt (Mark was back!). War'n halt Altstars. Was sagt man nach Abspann? War Spaß nach Maß, was man sah. Naja.

Sonntag, Januar 15, 2017

Roger, Roque, Rouge, Rogue One

Das Bedauerliche an Rogue One: A Star Wars Story ist, dass man keine weiteren Geschichten von Jyn Erso und ihren Mitrebellen sehen können wird. Abgesehen davon hat der Film von Gareth Edwards (Godzilla, Monsters) dem Star-Wars-Universum definitiv neue Perspektiven und Grautöne im strikten Weiß/Schwarz von Jedi-Tugenden und Dunkler Seite der Macht abgerungen. Statt wie Star Wars VII alte Geschichten nur Aufzuwärmen und sich in scheinbar Franchise-tauglicher, aber letztlich nur betulicher Nostalgie zu ergehen, verleiht ausgerechnet Rogue One als "Star Wars 3.5" der Rebellion gegen das Imperium wieder mehr Glaubwürdigkeit, abgesehen von den galaxiengroßen Logiklöchern (Aber genau das machte schon die klassischen drei Star-Wars-Filme so charmant märchenhaft). Doch die moralischen Zweifel der Rebellen, ob der Zweck wirklich alle Mittel heiligt, die trotz aller Rasanz erstaunlich überschaubar inszenierten Kampfsequenzen und - last but not least - die unverbrauchten Gesichter der eher unbekannten Schauspielerinnen und Schauspieler, machen Rogue One zu der Art von Film, die man sich bei Teil VII gewünscht hätte.

Donnerstag, Dezember 29, 2016

Wer war sie?

Sie war wunderschön! ... Das SfSFF trauert um Prinzessin Leia Organa (Carrie Fisher, 21. Oktober 1956 - 27. Dezember 2016).

Sonntag, Januar 10, 2016

Das Erbrechen der Macht



Sicherlich hatte Darth Vader seinerzeit triftige Gründe dafür stinksauer auf die ganze Welt, deren Wesen und vor allem von seinen beiden Kindern mächtig enttäuscht zu sein. Deren Existenz wurde ihm nämlich im Auftrag eines kleinen grünen hutzeligen Männchens verheimlicht, weshalb er nicht den geringsten Einfluss auf ihre Erziehung hatte nehmen können. Womöglich wäre sonst alles viel besser verlaufen. Stattdessen aber schließen sich die beiden Blagen einer Rebellenorganisation an, die sich gegen die wohlsortierte Ordnung des prosperierenden Kaiserreichs auflehnt, dessen oberster Hüter ausgerechnet ihr Vater ist.

Sein Sohnemann Luke schlägt erst die falsche Glaubensrichtung ein, weil er sich von einem Eremiten in der Wüste Flausen in den Kopf setzen lässt und demoliert dann mit aller Macht die nagelneue Discokugel des Imperiums. Anschließend lässt er sich von dem bereits erwähnten kleinen grünen Hutzelmännchen auf die völlig schiefe Bahn bringen, anstatt an seine Karriere zu denken und in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Darth Vader hätte allen Grund gehabt seinen Sohn mal kräftig übers Knie zu legen (Wer nicht hören will muss spüren.), denn jeder noch so gut gemeinte Rat verpufft bei diesem ins Leere. Gleichzeitig rennt seine Tochter mit einer total bescheuerten Frisur rum, verarscht zuverlässige Mitarbeiter, die tagtäglich gewissenhaft ihre Arbeit erledigen und alle eine weiße Weste haben, um am Ende mit einem Weltraum-Cowboy durchzubrennen, der einen zwei Meter großen Hund hat und sich „Solo“ nennt, obwohl er dies eben wegen der Prinzessin ja gar nicht mehr ist. Da muss man als Vadder doch frustriert sein und kann das kalte Kotzen kriegen. Oder zumindest heftige Atemnot und fängt an chronisch zu röcheln wie ein kaputter Staubsauger. Wo soll all das nur hinführen?!? Ins All! – Schnurstracks ins siebte Kapitel von Star Wars.

„Das Erwachen der Macht“ ist eine durchaus gelungene Fortsetzung der mittlerweile generationenübergreifenden Weltraumsaga von George Lucas, die in den Siebzigern begann. Dem Regisseur J.J. Abrams, der im Jahr 2013 mit „Into Darkness“ schon die Sci-Fi-Parallelwelt von Star Treck erfolgreich wiederbelebt hat, ist mit Star Wars VII eine beachtliche Fortsetzung gelungen. Obwohl es sich um eine Disney-Produktion handelt, verzichtet er auf knallbunte Legastheniker wie J.J. Binks (dem Goofie aus dem vierten Film der Trilogie) und lädt stattdessen die Zuschauer auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten ein: Han Solo, Chewbacca, Prinzessin Leia und zum Schluss auch noch Luke Skywalker. – Alle gespielt in Originalbesetzung. Wer hätte gedacht, dass man Harrison Ford noch einmal als Han Solo auf der großen Leinwand zu sehen bekommt? Die alten Helden sind zurück und der Millenium Falcon fliegt wieder!

Die neuen Charaktere machen ihre Sache aber auch ganz gut, allen voran Daisy Ridley, die als Schmugglerin Rey vom Planeten Jakuu ordentlich Gas gibt, um in die Fußstapfen von Han Solo zu treten, der diesmal leider das Zeitliche segnet. Auch wenn der ein oder andere Monolog eher Schmarrn ist, so überzeugt doch in jedem Fall die ausgeklügelte Tricktechnik. Die dreidimensionalen Weltraumbilder und die rasanten Flugszenen wirken so realistisch, dass man auch mal zusammenzuckt und aus dem Staunen nicht mehr rauskommt. Da hätte auch Darth Vader seine dunkle Freude dran. Die Saga wird 2017 und 2019 fortgesetzt und wir sind gespannt wie es weitergehen wird, denn Opi Wahn hat uns viel gelehrt, doch Yetis sind wir noch nicht.