Donnerstag, Dezember 29, 2016

Wer war sie?

Sie war wunderschön! ... Das SfSFF trauert um Prinzessin Leia Organa (Carrie Fisher, 21. Oktober 1956 - 27. Dezember 2016).

Mittwoch, Dezember 21, 2016

Übersetzen mit der Hebebühne

Arrival von Denis Villeneuve ist gewissermaßen die Antithese zu Roland Emmerichs tumben Independence Day: Wiederkehr und präsentiert endlich einmal Außerirdische, die viele Lichtjahre zurücklegen, nicht um die Erdenbewohner asuzulöschen, sondern um ... einfach mal zu quatschen. Doch ein trauter Plausch mit den Erdlingen ist aufgrund ihrer grundsätzlich gearteten Sprache knifflig. Daher kommt die Linguistin Lousie Banks (Amy Adams) ins Spiel, der noch der Physiker Ian Donnelly (Jeremy Renner, der Mittelwert aus Martin Freeman und Daniel Craig) an die Seite gestellt wird.

Villeneuve hat die Kurzgeschichte The Story of Your Life von Ted Chiang zu einen ambitionierten, ungewohnt ruhig inszenierten Science-Fiction-Film gemacht, der sich durchaus erfolgreich Mühe gibt, Genre-Klischees zu vermeiden. Dabei ist das, was Villeneuve zu Chiangs Erzählung hinzufügt, unproblematisch, nicht aber das, was er weg lässt. Die dramatische Zuspitzung der Lage durch eine falsche Übersetzung fügt dem Film das Hollywood-Element hinzu, das der Erzählung völlig abgeht. Das Weglassen des Fermatschen Prinzips beraubt die Geschichte jedoch ihres erzählerischen Dreh- und Angelpunkts. Daher ist es im Film gänzlich rätselhaft, warum der Sprachwissenschaftlerin ein Physiker zur Seite gestellt wird. Der Film bleibt daher hinter der literarischen Vorlage zurück und füllt die inhaltliche Lücke mit mehr oder weniger überzeugenden Subplots und allzu viel Kinder-Kitsch auf.

Aber der Film punktet dennoch mit einer packenden Atmosphäre, überzeugenden Schauspieler und einer dezenten, aber wirkungsvollen Musik. Und die Fallhöhe zwischen (bipedaler, zweihändiger) irdischer und (siebenarmiger) außerirdischer Zivilisation ist selten so augenfällig in Szene gesetzt worden wie durch den Kontrast von Hebebühne und aufgehobener Schwerkraft.

Sonntag, Dezember 04, 2016

Autor von Kosmos

Guckst Du!? Auf Planet Erde, genau in Darmstadt ist Festival für Autor nicht von Kosmische Enzyklopädie, aber fast: Stanislaw Lem!  Manche meinen, er gewesen nur ein Landegerät auf Mond, aber so sind Menschen. Glauben lieber größtes Blödsinn, als wahre Tatsache.

Samstag, Dezember 03, 2016

Spacepeares abgehobene Werke

Ein Teil der Besatzung des SfSFF ließ sich in das DAI Heidelberg herunterbeamen, um ein verschollenes Stück von William Shatner Shakespeare zu erleben, dass auf verschlungenen Raumzeitpfaden auf unseren Planeten gelangte und von der Dramatischen Bühne in Frankfurt auf die dramatische Bühne gebracht wurde. Das Urteil des größten Teils des Außenteams war: äußerst amüsant ... mit einer Gegenstimme.

"Let all the number of the stars give light
To thy fair way!"
(William Shakespeare, Antony and Cleopatra, Act III, Sce 13)

Sonntag, November 13, 2016

The Incredible Filming Man

Auch wenn es etwas verspätet kommt, möchte das SfSFF es nicht versäumen, an Jack Arnold zu erinnern, der am 14. Oktober 100 Jahre alt geworden wäre. Arnold mag "nur" B-Movies gedreht haben. Doch mit Filmen wie It Came from Outer Space (1953, Drehbuch: Ray Bradbury), Creature from the Black Lagoon (1954), Tarantula (1955) und The Incredible Shrinking Man (1957, Drehbuch: Richard Matheson) gehört er zu den großen Regisseuren des Science-Fiction- und Monster-Films. Arnold vereinigte hier authentische Begeisterung für das Genre, Gespür für unheimliche Atmosphäre und originelle Wendungen sowie last but not least filmische Meisterschaft.

Sonntag, November 06, 2016

2016 - Odyssee im Iran

Ein Außenteam bestehend aus Captain Idüllüschön und Commander Lösel ließ sich für zwei Erdwochen in den persischen Quadranten in unserem Spiralarm der Galaxis beamen. Das Foto belegt: Dort (genauer im dortigen Café) gibt es phantastische Trips in die Zukunft der Menschheit in trinkbarer Form!

Mittwoch, September 21, 2016

The Wells of Foresight

Die Mitglieder des SfSFF verneigen sich aus Anlass des 150. Geburtstages in Ehrfurcht vor dem Pionier der Science Fiction, Schriftsteller, Vordenker, Journalisten, Wissenschaftspopularisator und Kämpfer für Menschenrechte und Weltregierung: Herbert George Wells (21.9.1866 - 13.8.1946).

Sonntag, September 18, 2016

Ein Rückblick aus Sternzeit 1809.0 auf 1908.0-2208.0


Anfang August ließ sich ein Außenteam, bestehend aus Cpt. Idüllüschön, Cnsl. Taramtam, Lt. Skwiskibowski und mir auf den Klasse-M-Planeten Be-R'lin im Osten des heimischen Spiralarms beamen, um die Dinge, die da kommen werden, näher zu erkunden.

Der freundliche Empfang der Einheimischen machte uns Hoffnung, plangemäß vorgehen zu können, doch ein heimtückischer Weltraumvirus durchkreuzte dies, indem er mich als Wirt auserkor. Dank des beherzten Eingreifens des Captains konnte die Abwehr-Phalanx meines Immunsystems den Virus innerhalb eines Tages erfolgreich bezwingen. Während meiner 24-stündigen Inkubationsquarantänerekonvaleszenzphase konnte der Rest des Außenteams die Gastfreundschaft der Veganer in Anspruch nehmen, die in diesem galaktischen Quadranten Fuß gefasst haben.

Mit einem Tag Verspätung nahmen wir beherzt unser Forschungsprogramm wieder auf und erkundeten nicht nur zukünftige Dinge, sondern auch exotische Projektionstechniken und die bizarre Welt eines Kometen. Die reiche Beute an Eindrücken und wissenschaftlichen Daten wird vermutlich noch viele Sternzeiträume in Anspruch nehmen. Wir kamen in Frieden!

Montag, August 15, 2016

The Shape of Seminars to Come

Ist es ein Vogel? Ist es ein Flugzeug? Ist es ein Schriftzug? Nein, es ist das Seminar für Science Fiction Film, das demnächst dorthin aufbrechen wird, wo die Zukunft von Gestern und Heute die filmische Gegenwart der Zukunft erfahren lässt, nämlich in die groß angelegte Ausstellung Things to Come in der Deutschen Kinemathek in Berlin, die sich auf drei Etagen dem Science Fiction-film in all seinen Facetten widmet. Wir sind bereits jetzt fasziniert!

Mittwoch, August 03, 2016

Beyond .... und darüber hinaus!

Wer kennt das nicht? Die Routine des Jobs nervt, das tägliche Einerlei macht mürbe, und ein gleich morgens verschütteter Becher Kaffee markiert auch schon den dramatischen Höhepunkt des Tages. Wie gut, dass bereits ein neuer böser Bösewicht bereit steht, um die tägliche Routine zu durchbrechen, mit der sich Captain Kirk konfrontiert sieht.

Damit ist der Plot von Star Trek Beyond eigentlich erschöpfend beschrieben, denn die furiosen Explosionen, wahnwitzigen Stunts und unübersichtlichen Action-Sequenzen lenken eigentlich nur den Blick darauf, was wir an Star Trek so lieben: Die Figuren mit all ihren Ecken, Kanten und neckischen Frotzeleien bei dem erleben, was sie am besten können: bei furiosen Explosionen, wahnwitzigen Stunts und unübersichtlichen Action-Sequenzen überleben und dabei immer einen kessen Spruch auf der Lippe haben. Star Trek, to boldly stay where no man has gone before!

An dieser Stelle verneigen sich die Mitglieder im Andenken an Ensign Pavel Chekov und Botschafter S'chn T'gai Spock.

P.S. Worauf war der Bösewicht Krall noch gleich sauer?