Sonntag, Januar 15, 2017

Roger, Roque, Rouge, Rogue One

Das Bedauerliche an Rogue One: A Star Wars Story ist, dass man keine weiteren Geschichten von Jyn Erso und ihren Mitrebellen sehen können wird. Abgesehen davon hat der Film von Gareth Edwards (Godzilla, Monsters) dem Star-Wars-Universum definitiv neue Perspektiven und Grautöne im strikten Weiß/Schwarz von Jedi-Tugenden und Dunkler Seite der Macht abgerungen. Statt wie Star Wars VII alte Geschichten nur Aufzuwärmen und sich in scheinbar Franchise-tauglicher, aber letztlich nur betulicher Nostalgie zu ergehen, verleiht ausgerechnet Rogue One als "Star Wars 3.5" der Rebellion gegen das Imperium wieder mehr Glaubwürdigkeit, abgesehen von den galaxiengroßen Logiklöchern (Aber genau das machte schon die klassischen drei Star-Wars-Filme so charmant märchenhaft). Doch die moralischen Zweifel der Rebellen, ob der Zweck wirklich alle Mittel heiligt, die trotz aller Rasanz erstaunlich überschaubar inszenierten Kampfsequenzen und - last but not least - die unverbrauchten Gesichter der eher unbekannten Schauspielerinnen und Schauspieler, machen Rogue One zu der Art von Film, die man sich bei Teil VII gewünscht hätte.

Sonntag, Januar 01, 2017

250



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Dieser tabellarische Jahresrückblick auf die Sichttermine und Aktivitäten des SfSFF ist der 250. Post dieses Blogs. 2016 war ein durchwachsenes Jahr, auch in Bezug auf das Science-Fiction-Genre. Doch gerade dann ist es angebracht, sich am ungebremsten Enthusiasmus der furchtlosen Besatzung des SfSFF zu erfreuen. So war die Expedition nach Berlin sicherlich einer der diesjährigen Höhepunkte und gibt Anlass zur Hoffnung, dass wir auch weiterhin trotz der Unbilden der Gegenwart die Hoffnungen der Zukunft nicht aus den Augen verlieren! 
To boldly go ... auch 2017!
Dafür wünsche ich den Mitgliedern und allen Freundinen und Freunden des SfSFF sowie allen uns wohlgesonnenen außerirdischen Zivilisationen alles kosmisch Gute!

Donnerstag, Dezember 29, 2016

Wer war sie?

Sie war wunderschön! ... Das SfSFF trauert um Prinzessin Leia Organa (Carrie Fisher, 21. Oktober 1956 - 27. Dezember 2016).

Mittwoch, Dezember 21, 2016

Übersetzen mit der Hebebühne

Arrival von Denis Villeneuve ist gewissermaßen die Antithese zu Roland Emmerichs tumben Independence Day: Wiederkehr und präsentiert endlich einmal Außerirdische, die viele Lichtjahre zurücklegen, nicht um die Erdenbewohner asuzulöschen, sondern um ... einfach mal zu quatschen. Doch ein trauter Plausch mit den Erdlingen ist aufgrund ihrer grundsätzlich gearteten Sprache knifflig. Daher kommt die Linguistin Lousie Banks (Amy Adams) ins Spiel, der noch der Physiker Ian Donnelly (Jeremy Renner, der Mittelwert aus Martin Freeman und Daniel Craig) an die Seite gestellt wird.

Villeneuve hat die Kurzgeschichte The Story of Your Life von Ted Chiang zu einen ambitionierten, ungewohnt ruhig inszenierten Science-Fiction-Film gemacht, der sich durchaus erfolgreich Mühe gibt, Genre-Klischees zu vermeiden. Dabei ist das, was Villeneuve zu Chiangs Erzählung hinzufügt, unproblematisch, nicht aber das, was er weg lässt. Die dramatische Zuspitzung der Lage durch eine falsche Übersetzung fügt dem Film das Hollywood-Element hinzu, das der Erzählung völlig abgeht. Das Weglassen des Fermatschen Prinzips beraubt die Geschichte jedoch ihres erzählerischen Dreh- und Angelpunkts. Daher ist es im Film gänzlich rätselhaft, warum der Sprachwissenschaftlerin ein Physiker zur Seite gestellt wird. Der Film bleibt daher hinter der literarischen Vorlage zurück und füllt die inhaltliche Lücke mit mehr oder weniger überzeugenden Subplots und allzu viel Kinder-Kitsch auf.

Aber der Film punktet dennoch mit einer packenden Atmosphäre, überzeugenden Schauspieler und einer dezenten, aber wirkungsvollen Musik. Und die Fallhöhe zwischen (bipedaler, zweihändiger) irdischer und (siebenarmiger) außerirdischer Zivilisation ist selten so augenfällig in Szene gesetzt worden wie durch den Kontrast von Hebebühne und aufgehobener Schwerkraft.

Sonntag, Dezember 04, 2016

Autor von Kosmos

Guckst Du!? Auf Planet Erde, genau in Darmstadt ist Festival für Autor nicht von Kosmische Enzyklopädie, aber fast: Stanislaw Lem!  Manche meinen, er gewesen nur ein Landegerät auf Mond, aber so sind Menschen. Glauben lieber größtes Blödsinn, als wahre Tatsache.

Samstag, Dezember 03, 2016

Spacepeares abgehobene Werke

Ein Teil der Besatzung des SfSFF ließ sich in das DAI Heidelberg herunterbeamen, um ein verschollenes Stück von William Shatner Shakespeare zu erleben, dass auf verschlungenen Raumzeitpfaden auf unseren Planeten gelangte und von der Dramatischen Bühne in Frankfurt auf die dramatische Bühne gebracht wurde. Das Urteil des größten Teils des Außenteams war: äußerst amüsant ... mit einer Gegenstimme.

"Let all the number of the stars give light
To thy fair way!"
(William Shakespeare, Antony and Cleopatra, Act III, Sce 13)

Sonntag, November 13, 2016

The Incredible Filming Man

Auch wenn es etwas verspätet kommt, möchte das SfSFF es nicht versäumen, an Jack Arnold zu erinnern, der am 14. Oktober 100 Jahre alt geworden wäre. Arnold mag "nur" B-Movies gedreht haben. Doch mit Filmen wie It Came from Outer Space (1953, Drehbuch: Ray Bradbury), Creature from the Black Lagoon (1954), Tarantula (1955) und The Incredible Shrinking Man (1957, Drehbuch: Richard Matheson) gehört er zu den großen Regisseuren des Science-Fiction- und Monster-Films. Arnold vereinigte hier authentische Begeisterung für das Genre, Gespür für unheimliche Atmosphäre und originelle Wendungen sowie last but not least filmische Meisterschaft.

Sonntag, November 06, 2016

2016 - Odyssee im Iran

Ein Außenteam bestehend aus Captain Idüllüschön und Commander Lösel ließ sich für zwei Erdwochen in den persischen Quadranten in unserem Spiralarm der Galaxis beamen. Das Foto belegt: Dort (genauer im dortigen Café) gibt es phantastische Trips in die Zukunft der Menschheit in trinkbarer Form!

Mittwoch, September 21, 2016

The Wells of Foresight

Die Mitglieder des SfSFF verneigen sich aus Anlass des 150. Geburtstages in Ehrfurcht vor dem Pionier der Science Fiction, Schriftsteller, Vordenker, Journalisten, Wissenschaftspopularisator und Kämpfer für Menschenrechte und Weltregierung: Herbert George Wells (21.9.1866 - 13.8.1946).

Sonntag, September 18, 2016

Ein Rückblick aus Sternzeit 1809.0 auf 1908.0-2208.0


Anfang August ließ sich ein Außenteam, bestehend aus Cpt. Idüllüschön, Cnsl. Taramtam, Lt. Skwiskibowski und mir auf den Klasse-M-Planeten Be-R'lin im Osten des heimischen Spiralarms beamen, um die Dinge, die da kommen werden, näher zu erkunden.

Der freundliche Empfang der Einheimischen machte uns Hoffnung, plangemäß vorgehen zu können, doch ein heimtückischer Weltraumvirus durchkreuzte dies, indem er mich als Wirt auserkor. Dank des beherzten Eingreifens des Captains konnte die Abwehr-Phalanx meines Immunsystems den Virus innerhalb eines Tages erfolgreich bezwingen. Während meiner 24-stündigen Inkubationsquarantänerekonvaleszenzphase konnte der Rest des Außenteams die Gastfreundschaft der Veganer in Anspruch nehmen, die in diesem galaktischen Quadranten Fuß gefasst haben.

Mit einem Tag Verspätung nahmen wir beherzt unser Forschungsprogramm wieder auf und erkundeten nicht nur zukünftige Dinge, sondern auch exotische Projektionstechniken und die bizarre Welt eines Kometen. Die reiche Beute an Eindrücken und wissenschaftlichen Daten wird vermutlich noch viele Sternzeiträume in Anspruch nehmen. Wir kamen in Frieden!